Die Arbeiten haben Anfang Juni 2026 begonnen und verlaufen planmäßig. Mit der Maßnahme wird das Baufeld für den geplanten Neubau der Kläranlage geschaffen.
Doch was genau ist Klärschlamm – und warum wurde er in einem Vererdungsbeet gelagert?
Bei der Reinigung von Abwasser fallen neben dem gereinigten Wasser auch feste Bestandteile an. Diese Rückstände werden als Klärschlamm bezeichnet. Da dieser zunächst einen hohen Wasseranteil enthält, muss er vor der weiteren Verwertung oder Entsorgung entwässert werden. In Limbach wurde hierfür über viele Jahre ein sogenanntes Klärschlammvererdungsbeet genutzt – eine Anlage, in der Klärschlamm auf natürliche Weise getrocknet wird.
Der entwässerte Klärschlamm wurde dort in mehreren Schichten aufgebracht. Durch Sonneneinstrahlung, Wind, Niederschlag und natürliche biologische Prozesse verringerte sich der Wassergehalt kontinuierlich. So entstand im Laufe der Jahre eine feste, erdähnliche Masse – die sogenannte Klärschlammerde. Dieses Verfahren ist besonders ressourcenschonend und benötigt nur wenig Energie.
Für den geplanten Neubau der Kläranlage in Limbach wird das Gelände des Vererdungsbeetes benötigt. Deshalb wird die dort entstandene Klärschlammerde vollständig entfernt und anschließend in zwei spezialisierten Verbrennungsanlagen thermisch verwertet.
Die Arbeiten verlaufen planmäßig. Dank der stichfesten Konsistenz der Klärschlammerde kann der vorgesehene Zeitrahmen von rund viereinhalb Wochen eingehalten werden. Insgesamt werden rund 3.000 Tonnen Klärschlammerde aus dem Vererdungsbeet entfernt. Anschließend werden auch die darunterliegenden Sand- und Kiesschichten abgetragen und fachgerecht entsorgt.
Mit der Durchführung der Arbeiten wurde die The Pauly Group aus Neu-Eichenberg beauftragt. Die Verbandsgemeindewerke Hachenburg danken allen Beteiligten für die professionelle und termingerechte Umsetzung der Maßnahme.