Wie vielfältig Wasserkraft einst genutzt wurde, zeigt ein Vortrag am Samstag, 24. Oktober, im Landschaftsmuseum Westerwald. Ab 14.30 Uhr stellt der ehrenamtliche Mitarbeiter Antonius Kunz anhand zahlreicher Bilder historische Mühlen, Hammerwerke und weitere wasserbetriebene Anlagen im Raum Hachenburg vor. Der Eintritt ist frei.
Über Jahrhunderte hinweg verkörperten Mühlen, Hammerwerke und Drahtzüge mit der Umwandlung von Wasserkraft in Energie den neuesten Stand der Technik. Angesichts des Reichtums an Fließgewässern verwundert es daher nicht, dass im Raum Hachenburg die Wasserkraft in vielfältigster Form zum Einsatz kam. Das Spektrum reichte von den weit verbreiteten Mahl- und Ölmühlen über Schneid-, Loh- und Walkmühlen hin zu Papier- und Pulvermühlen. Auch Hüttenwerke zur Eisengewinnung und sich daran koppelnde Hammerwerke oder Drahtzüge waren auf die Wasserkraft angewiesen.
Antonius Kunz beleuchtet in dem Vortrag nicht nur die technische und wirtschaftliche Bedeutung der Anlagen, sondern auch ihre Wahrnehmung in der Region. So waren die Ölmühle bei Stein-Wingert und verschiedene andere Mühlen mitunter romantischen Blicken ausgesetzt. Umgekehrt galt der Nisterhammer 1845 als die größte Industrieanlage im Herzogtum Nassau.
Das Team des Landschaftsmuseums Westerwald freut sich auf zahlreiche Gäste in der Leipziger Straße 1 in Hachenburg.