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Wirtschaftswege rücksichtsvoll nutzen

Nach dem Winter werden in unserer Gemarkung wieder Flurschäden sichtbar: tiefe Spuren auf Wiesen, beschädigte Wegränder und zermatschte Böden. Viele dieser Schäden entstehen, wenn Wege zweckentfremdet oder Flächen befahren werden, die dafür nicht vorgesehen sind. Deshalb ein kurzer Überblick, wie Wirtschaftswege genutzt werden dürfen – und wie etwas Rücksichtnahme und Weitsicht dazu beitragen können, unsere Landschaft und Landwirtschaft zu erhalten

Wofür Wirtschaftswege gedacht sind: Es sind keine Abkürzungen zu offiziellen Straßen

Wirtschaftswege sind in erster Linie Arbeitswege. Sie dienen der Bewirtschaftung von Feldern, Wiesen und Wäldern. Offiziell nutzen dürfen sie vor allem Landwirte, Forstwirtschaft, Jagdausübungsberechtigte, Anlieger, wenn der Weg zu deren Grundstück führt, sowie kommunale Dienste. Diese sogenannte landübliche Nutzung umfasst alle notwendigen landwirtschaftlichen Arbeiten mit Maschinen – auch wenn sie Spuren hinterlässt. Entscheidend ist, dass die Wege zweckgebunden und betriebsnotwendig genutzt werden.

Für den allgemeinen Verkehr sind Wirtschaftswege dagegen nicht freigegeben – das gilt auch dann, wenn kein Verbotsschild steht. Abkürzungen mit dem Auto sind genauso wenig erlaubt wie das Auto am Wegesrand abstellen, um spazieren zu gehen. Es stört landwirtschaftliche Maschinen und z.B. Ausweichmanöver bei häufigem Gegenverkehr richten Schäden an. Der Boden wird verdichtet, die Grasnarbe zerstört, und die Bewirtschaftung wird unnötig erschwert. Für Spaziergänger und Landwirte entsteht zudem eine vermeidbare Gefahr. Jetzt nach der Schneeschmelze sieht man diese Spuren besonders gut, und ihre Beseitigung kostet die Landwirte und Grundstückseigentümer Zeit und Geld.

Zur Freizeitnutzung: ist erlaubt, aber mit Rücksicht

Spaziergänger, Radfahrer und Freizeitsportler dürfen Wirtschaftswege auch nutzen. Damit die unterschiedlichen Interessen von Freizeitnutzung und Landwirtschaft vereinbar sind, ist wichtig:

  • Landwirtschaftliche Arbeiten nicht behindern

  • Auf große Maschinen achten und deren Bremswege und tote Winkel einschätzen

  • Hunde unter Kontrolle halten

  • Wege und Wegränder schonen

Damit unsere Wege und Flächen intakt bleiben, braucht es ein Miteinander:

  • Landwirte sind auf funktionierende Wege angewiesen und arbeiten oft unter Zeitdruck.

  • Spaziergänger und Freizeitsportler schätzen die Natur und möchten sie genießen.

  • Autofahrer sollten sich bewusst sein, dass Wirtschaftswege keine Abkürzungen sind und private Wiesen und Felder nicht zum Parken da sind.