Bilderbuchwetter - „Goldener Oktober“ lud 23 Wanderer ein, sich auf die 4,2 Kilometer lange Strecke durch eine wunderschöne Landschaft mit weiten Ausblicken und zwei attraktiven Stopps zu begeben.
Start war am Parkplatz an der Infotafel der Gemeinde Alpenrod. Nach Überquerung der Schotterstraße ging es geradewegs auf einem Wiesenweg über einen Hügel und nach knapp 500 Metern auf der anderen Seite links einen Asphaltweg entlang. Dieser beschreibt einen großen Linksbogen (850 Meter) bis zum Wasserwerk Alpenrod. Im Verlauf der weiteren 600 Meter waren es wieder Feld- und Wiesenwege, bis bereits das erste Etappenziel erreicht war – der türkisgrüne, idyllisch gelegene Kaolinsee, dessen Wasser durch die Tonschicht am Boden diese besondere Farbe hat.
Hier nutzten die Wanderer einzelne Sitzgelegenheiten, um die Umgebung auf sich wirken zu lassen. Eine muntere Unterhaltung kam in Gang, Fragen zum Aussehen und Ursprung des Gewässers wurden erörtert. Dieses wird heute vom ASV Lochum-Alpenrod genutzt und ist ein beliebtes Ausflugsziel. Dort hielten sich noch weitere Besucher auf, manche mit ihren Hunden, und verweilten auf den aufgestellten Bänken oder saßen auf Baumwurzeln.
Start zur nächsten Attraktion, nur etwa 350 Meter vom See entfernt, der seit 1995 wieder in Betrieb genommenen Tongrube Alpenrod. Die Anlage wurde bestaunt, und auf der gegenüberliegenden Seite der riesigen Grube waren Gerätschaften und Maschinen für den Tagebau zu sehen. Über viele Jahrzehnte diente das Material der Porzellanherstellung und wird auch jetzt noch für keramische Produkte verwendet.
Es ging weiter über einen Wiesenweg (Wasser-Erlebnispfad). Dieser war ein kurzes Stück von Wildschweinen zerwühlt, aber gut passierbar. Dann ging es leicht bergan, bis nach 750 Metern durch einen lichten Wald der Pferdehof „Gut Neuhof“ erreicht war. Vorbei an der großen Reithalle und den angrenzenden Weiden mit wunderschönen Pferden führte der Weg ca. 750 Meter geradeaus bis zum Aussichtsturm auf dem Gräbersberg. Dieser wurde jedoch nicht bestiegen - 196 Stufen waren für die meisten Teilnehmer nach der vorangegangenen Wanderung zu anstrengend.
Stattdessen begab sich die Gruppe auf die letzten 400 Meter der Strecke. Diese führten über einen Schotterweg bergab zum Parkplatz. Der Heimweg führte über Hachenburg, wo die Herbstwanderung in einem Café ihren gemütlichen Abschluss fand.
Annemarie Becker